Los geht’s: 150 Kolleginnen und Kollegen bei Fachtagung „Vollgas für Tarifverträge“

Anlass ist die Kündigung aller Tarifverträge durch die Landesinnung und deren Weigerung, mit der IG Metall Mitte künftig weitere Tarifverhandlungen zu führen. Während in allen anderen Bundesländern im Frühsommer neue Tarifverträge für das KFZ-Handwerk abgeschlossen wurden, droht Hessen zur tarifpolitischen Wüste zu werden.

Dagegen wehren sich die Betroffenen. „Wer alle Tarifverträge kündigt, will dem Vertragspartner ans Geld, legt aber auch Hand an das bewährte Tarifvertragssystem. Und es ist ein Generalangriff auf 36.000 Beschäftigte, auf deren arbeitsvertragliche Grundlagen, die nun auch aufgekündigt sind,“ sagte Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte in seiner Eröffnungsrede. (Zum Download der Rede als PDF, bitte hier klicken)

Forderungsschreiben an 1.100 hessische KFZ-Betriebe

Im Verlauf der Konferenz wurden die weiteren Schritte diskutiert: Wie setzen wir die Nachwirkung der Tarifverträge durch, was müssen wir tun, um neue zu erkämpfen. Einen ersten Schritt leitet die IG Metall Mitte noch heute ein: 1.100 hessische KFZ-Betriebe mit mehr als 10 Beschäftigten werden ein Schreiben der IG Metall erhalten, in dem sie jeweils zu Tarifverhandlungen aufgefordert werden.

 

Spontane Aktion in Frankfurt

Im Anschluss an die Fachtagung, machten sich die Teilnehmer im Rahmen einer spontanen Aktion auf den Weg durch die Frankfurter Innenstadt, um lautstark ihren Protest gegen das Verhalten der Arbeitgeber im hessischen Kfz-Handwerk auf die Straße zu tragen.

 

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1 Kommentar
  1. Zig unbesetzte Lehrstellen, Fachkräftemangel ohne Ende… Aber die Tarifverträge kündigen, den Mitarbeitern Geld und Vergünstigungen nehmen wollen und nur an den eigenen Profit denken. Wie soll man noch Leute ins Handwerk bekommen??? Zumal auch die Zeitvorgaben im Kfz-Handwerk mittlerweile kaum noch zu halten sind… Diese Logik ist mir gänzlich unverständlich! 😡

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