#kfzhessen-Vollgas für Tarifverträge

Öffentliche Aufträge nur an tarifgebundene Autohäuser in Hessen!

Die IG Metall fordert, dass öffentliche Aufträge auch im hessischen KFZ Gewerbe nur an tarifgebundene Betriebe (= die Mitglied der Tarifgemeinschaft sind oder mit der IG Metall einen Tarifvertrag direkt abgeschlossen haben) vergeben werden.

Durch die Tarifflucht der hessischen Landesinnung und der einzelnen Innungen, arbeiten viele Beschäftigte des hessischen Kfz Gewerbes in nicht tarifgebundenen Unternehmen. Die große Mehrheit der Beschäftigten im hessischen KFZ Handwerk muss nicht nur Löhne teilweise weit unter den tariflichen Standard in Kauf nehmen, sondern auch überlange Arbeitszeiten und weniger Urlaubstage oder andere soziale Leistungen.  Das hat Folgen. Fleißige Handwerkerinnen und Handwerker werden um eine gute Rente betrogen und sind im Alter oft von Grundsicherung abhängig. Letztlich muss also der Staat mit Steuermitteln draufzahlen. Solche Perspektiven führen dazu, dass zwei von drei gut ausgebildeten Handwerkern in die Industrie oder andere Wirtschaftsbereiche abwandern.

Dagegen kann der Staat (Land Hessen, Kommunen oder der Bund) auch in Hessen starke Zeichen setzen!

„Öffentliche Aufträge sollten nur noch an Firmen vergeben werden, die tariftreu sind und Entgelte zahlen, die in den jeweiligen Tarifverträgen vorgesehen sind“, sagt IG Metall-Vorstandsmitglied Ralf Kutzner. Vor allem im Handwerk sollten Aufträge nur noch an Mitglieder der Innungen vergeben werden, die tatsächlich tarifgebunden sind. „Der Staat kann durch seine Vergabepraxis sehr viel dazu beitragen, dass die Tarifbindung wieder gestärkt wird.“

Weitere Infos auf www.igmetall.de  

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